Welche Immobiliengutachter gibt es ?

Die Berufsbezeichnung „Immobiliengutachter“ ist in Deutschland nicht geschützt. Das bedeutet somit, dass sich jeder so nennen kann. Um für sich einen seriösen sowie erfahrenen Sachverständigen für eine Immobilienbewertung bzw. ein Immobiliengutachten zu finden, ist es ratsam sich die Berufsbezeichnung und Berufserfahrung eines Gutachters genauer anzuschauen sowie auf Kundenbewertungen zu achten.

Neu: häufig sind Gutachter auch Mitglieder in Verbänden (z.B. IVD, BDSF, DGSV und VDI), um durch qualitativ hochwertige Veranstaltungen den eigenen Erfahrungs- und Sachstand zu aktualisieren bzw. zu erweitern und über verbandsinterne Treffen das jeweilige Netzwerk auszubauen.

Abhängig von den Ausbildungsträgern sind folgende Gruppierungen vorhanden:

– Freie Immobiliengutachter

– Diplomierte Immobiliengutachter

– Zertifizierte Immobiliengutachter

– Öffentlich bestellte und vereidigte Immobiliengutachter

Sogenannte freie Immobiliengutachtern, die keinem Nachweis für ihre Qualifizierung und besonderen Sachverstand nach Außen unterliegen, sind nicht mehr häufig anzutreffen, da ihre Immobiliengutachten von Gerichten oder Behörden kaum noch anerkannt werden.

Diplomierte Immobiliengutachter verfügen über eine fundierte Ausbildung durch anerkannte Ausbildungsträger. Sofern sie fortlaufend ihren besonderen Sachverstand durch geeignete Weiterbildungsmaßnahmen auf den neuesten Stand bringen und durch fortwährende qualitativ einwandfreie Gutachtenerstellung einen langjährigen breit gestreuten Erfahrungsstand vorweisen können, werden ihre Gutachten von den Gerichten und Behörden anerkannt.

Zertifizierte Immobiliengutachter werden von anerkannten Akkreditierungsstellen ausgebildet und geprüft. Sie unterliegen nach Erteilung der Zertifizierung strengen Fortbildungsanforderungen an den Immobiliengutachter und werden von Gerichten und Behörden anerkannt. Zudem sind in regelmäßigen Abständen (normalerweise alle 5 Jahre) umfangreiche und schwierige Rezertifizierungsverfahren zu durchlaufen und zu bestehen. Sollten diese nicht bestanden werden, kann eine Rezertifizierung für einen Immobiliengutachter auch verwehrt werden. (hier könnte ich noch etwas schreiben über die besondere Sachkunde, die durch die Zertifizierung unterstellt wird, aber das lasse ich mal lieber oder?)

Öffentlich bestellte und vereidigte Immobiliengutachter werden vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) auf ihre besondere Sachkunde, Erfahrung und Eignung streng geprüft und nach Bestehen ernannt. Auch sie unterliegen nach Ernennung strengen Fortbildungsanforderungen und müssen ebenfalls alle 5 Jahre eine umfangreiche und schwierige Weiterbestellungsverfahren bestehen. Die Gutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten Immobiliengutachters sind offiziell sowohl bei den Gerichten als auch Behörden anerkannt und akzeptiert.

Hinweis: bei Bedarf sollten Sie sich die Qualifikation eines Immobiliengutachters nachweisen lassen (z.B. durch Diplome, Ausweise der Akkreditierungsstelle/IHK o.ä.) Hier sind persönliche Daten, das Sachgebiet sowie ggfs. die Bestellungsbehörde von offizieller Seite aus bestätigt

Weitere Informationen können zudem oft auch den jeweiligen Webseiten der Sachverständigen entnommen werden.

Staatlich anerkannte Immobiliengutachter: Sie gehören in die Gruppe der öffentlich bestellten Sachverständigen, erhalten ebenfalls ein IHK-Zertifikat. Allerdings fallen sie zusätzlich in die Zuständigkeit der Landesbehörden. Das befugt sie, auch Gutachten für öffentliche Institutionen und Behörden zu erstellen.