Welche Unterlagen sind für eine Immobilienbewertung nötig?

Ein sorgfältiger Immobiliengutachter bedient sich bei seiner Gutachtenerstellung einer Reihe von Informationen, die idealerweise vor Besichtigung der Immobilie vorliegen sollten. Diese sind vielfältiger Natur und abhängig von der Art des zu bewertenden Objektes. So sind bei der Bewertung einer Eigentumswohnung umfangreichere Unterlagen zu beschaffen, als z.B. für ein Einfamilienhaus.

Soweit möglich, sollten folgende Dokumente beschafft werden:

Für die Bewertung eines (unvermieteten) Einfamilienhauses:

– Aktueller (zum Wertermittlungsstichtag gültiger) Grundbuchauszug und ggfs. Informationen zu Lasten und Beschränkungen in Abteilung II des Grundbuchs (z.B. zu Wohnrechten, Nießbrauch, Grunddienstbarkeiten etc.)

– Bei Erbbaurechtsgrundstücken: Erbbaurechtsvertrag

— Auszug aus der Liegenschaftskarte

– Informationen zu Erschließungs- und Anliegerbeiträgen

– Auszug aus dem Baulastenverzeichnis

– Ggfs. Auszug aus dem Altlastkataster

– Unterlagen aus der Bauakte (falls vom Auftraggeber nicht vorhanden): Grundrisse, Ansichten, Schnitt, Flächenberechnungen, bauliche Historie des Hauses

– Planungsrechtliche Festsetzungen (über die Hamburger Internetseite der Bauprüfabteilungen)

Für die Bewertung einer Eigentumswohnung:

– Allgemeine Unterlagen wie bei einem Einfamilienhaus

– Teilungserklärung

– Ggfs. Abgeschlossenheitserklärung

– Zum Wertermittlungsstichtag gültige Unterlagen von der Verwaltung (z.B. Wohngeldabrechnung, Wirtschaftsplan mit Angaben zur Höhe der Instandhaltungsrücklage, Gemeinschaftsordnung, die letzten Eigentümerversammlungsprotokolle, Energieausweis, Übersicht über getätigte Modernisierungs- und Sanierungsarbeiten im Gemeinschaftseigentum)

– Bei Vermietung: Kopie des Mietvertrags ggfs. mit allen Zusatzvereinbarungen